Wegen der notwendigen Verordnungen und Auflagen rund um COVID 19 – das Coronavirus – und aus Verantwortung insbesondere gegenüber älteren und vorerkrankten Menschen, sehen die Verantwortlichen keine realistischen und für den Verein mach- und verantwortbaren Wege, das Museum zu öffnen. Personen reduzierte Veranstaltungen sind nicht zu steuern und zu kommunizieren, insbesondere nicht gegenüber jenen, die auch gerne dabei sein wollen aber möglicherweise abgewiesen werden müssen.

Dachausbau große Scheune

Zahlreiche Mitglieder halten den Garten und das Gelände in Ordnung, modernisieren und erweitern die Ausstellungsräume. In Vorfreude auf eine baldige Wieder-Eröffnung hat der Vorstand ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das je nach Verordnungslage die Wiederaufnahme des Museumsbetriebes ermöglichen wird.

Von der Schließung betroffen sind die Museumssonntage zwischen Ostern und Kelterfest, Gruppenbesuche aller Art, eigene und Gastveranstaltungen, Museumsführungen und Besprechungstermine befreundeter Vereine und Gruppen.

Eine sehenswerte Ausstellung über Umstädter Persönlichkeiten ist im Kuhstall des Gruberhofes zu sehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Künstler und Erfinder, die Bürgermeister von Johann Sebastian Heyl bis Ludwig Wedel, Unternehmer sowie viele andere bedeutende Personen. Nach einigen von ihnen sind Straßen in Groß-Umstadt benannt worden: Otto Sturmfels zum Beispiel, der zu den bekanntesten Strafverteidigern der Weimarer Zeit gehörte. Als erklärter Gegner des Nationalsozialismus übte er oft freimütig Kritik an dem Gebaren der neuen Regierung. Nach dem gescheiterten Putsch gegen Hitler am 20. Juli 1944 wurde auch Otto Sturmfels verhaftet und kam zusammen mit dem früheren Darmstädter Bürgermeister Delp und dem Semder Sozialdemokraten Heinrich Reinhard in das KZ Dachau, wo er ums Leben kam.

Mit dem Thema „Reminiszenzen an Umstädter“ ist im Kuhstall des Gruberhofs eine Dokumentation entstanden, die in dieser Form bisher noch nicht zu sehen war. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein hat dafür alte Fotografien wieder aufbereitet und viele Informationen strukturiert und gut lesbar an die Wände gebracht. Wer beispielsweise die Hofseite des Kuhstalls studiert, findet dort unter anderem Werke von Hartmut Pfeil, der zwischen 1944 und 1949 seine Sicht auf Groß-Umstadt festhielt, Umstädter Ansichten und Federzeichnungen von Lutz Krauß oder Holzreliefs und Schnitzkunst von Ludwig Gansler und Erhard Kulb sowie Bilder von den Hobbymalern Hans Zanus und Georg Brenner.

Ergänzt wird diese Galerie um Umstädter Persönlichkeiten wie Hanns Trippel, den Erfinder des Amphibienfahrzeuges, Dr. August Otto Föppl, hochverdienten Professor für Technik, Mechanik und grafische Statik oder auch Rosa Heinz und Karl Zibulski. Weiter gibt es Informationen über Orgelbauer Heinrich Bechstein, von dem die Orgel in der Habitzheimer Kirche stammt und die Brauereibesitzer Ganß und Eidmann sowie den Busunternehmer Fritz Heckmann mit seiner in Umstadt fast legendären Straußwirtschaft „Am Gänseweiher“. Dass Otto Frank, geboren 1865 in Groß-Umstadt, Arzt und einer der bedeutendsten Herz-Kreislauf-Physiologen war, wissen vielleicht nicht viele, ebenso wenig, dass Professor Dr. Christoph Vogel, Chemiker und Naturwissenschaftler, sich besondere Verdienste mit der Beteiligung an der geologischen Landesaufnahme erworben hat. Weit geläufiger sind den Umstädtern da schon Namen wie der des Architekten Hermann Bickelhaupt oder Wilhelm Fabricius, Bibliothekar und Historiker. Auf eine ausgedehnte Entdeckungsreise kann sich also begeben, wer die Ausstellung besucht. Diese wird auch weiterhin im Gruberhof zu sehen sein.

Beinahe jeder Umstädter kennt wohl die Federzeichnungen des Lehrers Lutz Krauß, mit denen er viele Winkel des alten Umstadt festgehalten hat. Die Stadt benannte nach ihm eine Straße.

Sie kochen und backen gerne und probieren selbst mal Omas oder gar Uromas Rezepte aus? Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e.V. sucht nicht nur für mittelalterliche Veranstaltungen sondern auch für seinen Fundus Rezepte von „anno dunnemals …“.

Sollten Sie richtig schöne und verlockende, durchaus auch schlichte Rezepte haben, lassen Sie sie uns zukommen, wir kopieren Sie gerne, damit Ihnen die Originale nicht verloren gehen. Es genügt ein Couvert persönlich in den Briefkasten am Gruberhof oder per Post:
Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V.
Raibacher Tal 22
64823 Groß-Umstadt
Bitte denken Sie an Ihren Absender und die Telefonnummer, damit wir Sie anrufen bzw. die Rezepte zurückgeben können. Wir freuen uns schon jetzt auf eine Sammlung für Genießer …

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt zu ihrer nächsten Vortragsveranstaltung in den Gruberhof im Raibacher Tal 22 sehr herzlich ein. Norbert Naumann wird am Dienstag, 18.02.2020, um 20:00 Uhr die Ergebnisse seiner Familienforschung präsentieren und das Publikum mitnehmen auf eine Zeitreise zu seinen Umstädter Wurzeln, zurück bis ins 17. Jahrhundert.

1973 waren Elisabeth und Norbert Naumann nach Groß-Umstadt gezogen. Einige Jahre später erkannte er, dass ein Zweig seiner Vorfahren nach Klein-Umstadt, Grünheckerhof, und nach Umstadt führte. Einige Linien lassen sich in die Zeit bis vor dem 30-jährigen Krieg zurückführen. Da tauchen viele alte Umstädter Namen auf: Münch, Brenner, Karb (Karpf), Drach, Lautenschläger. Darunter waren Hofbeständer, d.h. Pächter adliger Gutshöfe, die teilweise weit herumkamen. Diese Lebenswege zu erforschen und ihnen nachzugehen hat den Referenten jahrelang beschäftigt und z. T. auch amüsiert, der Vortrag wird, so Naumann „nicht hochwissenschaftlich, aber reich an Anekdoten.“

Glücklicherweise ließen sich Forschungsergebnisse des ehemaligen Stadtarchivars Georg Brenner und von Bernd Gunkel gut verwenden. Viele andere alte Umstädter Namen sind in der Familiengeschichte zu finden: Hax, Lengfelder, Musir, Dockenbach, Lippert. Es geht natürlich auch nach Kleestadt (Sauerwein, Metzler), Richen (Voltz, Schönig, Storck, Leister) und Klein-Umstadt (Möser, Eidmann, Wamser, Kalbfleisch, Arnold, Knöll, Sturmfels), um nur einige Namen zu nennen. Unterstützt wird der Vortrag durch die Umstädter Bänkelsänger Wolfgang und Norbert vom MGV 1842.

Ca. 50 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn der Einlass aus Sicherheitsgründen beschränkt wird. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen. Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Wer mit dem PKW kommt ist ausdrücklich aufgefordert, das Fahrzeug möglichst nicht im Raibacher Tal – und auf keinen Fall auf dem Bürgersteig – zu parken.

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt zu ihrem nächsten Vortrag in den Gruberhof im Raibacher Tal 22 sehr herzlich ein. Arnold Straub wird am Dienstag, 14.01.2020, um 20 Uhr neue Quellen und erstmals Pläne der Befestigungsanlagen Umstadts zu Beginn des 30-jährigen Krieges vorstellen.

Dass Umstadt seit dem frühen Mittelalter mit einer Stadtmauer befestigt war, wissen wir aus vielen Dokumenten. Dass die neue Vorstadt nicht mit einer Mauer, sondern von einem Graben- und Wallsystem geschützt wurde, wissen wir ebenfalls – aber immer nur aus Textquellen, wie Genehmigungen, Rechnungen und Anweisungen. Zeichnungen und Pläne dazu waren bislang nicht bekannt. Erst in späteren Katasterplänen ist zu erkennen, wie die Reste der Befestigung etwa um 1820 ausgesehen haben.

Arnold Straub orientiert sich nun an einem Buch des kurpfälzischen Festungsbaumeisters Stapf und seinem Gehilfen Engelhard, in dem der Zustand der Befestigung zwischen 1619 und 1621 beschrieben und in Plänen dargestellt ist. Endlich wird anschaulich, wie die Befestigung tatsächlich aussah und welche Vorschläge es gab, diese nach damaliger „Norm“ zu optimieren. Zum besseren Verständnis werden in dem Vortrag auch die beiden Verfasser sowie zahlreiche Begriffe des barocken Festungsbaues erläutert.

Ca. 50 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen. Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Wer mit dem PKW kommt, ist ausdrücklich aufgefordert, das Fahrzeug auf dem Sportplatz in direkter Nachbarschaft abzustellen und nicht im Raibacher Tal – und auf keinen Fall auf dem Bürgersteig – zu parken (kostet seit Jahresbeginn 70,00 €).

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein auch in diesem Jahr für das bevorstehende 2. Adventswochenende am 07.12. und 08.12. vorbereitet und leistet damit in heimeliger Atmosphäre einen familienfreundlichen Beitrag zum Groß-Umstädter Adventsgeschehen.

Zahlreiche Standbetreiber haben sich wieder angemeldet, und bieten auf Wunsch des Veranstalters hauptsächlich Selbstgebasteltes bzw. Selbstproduziertes wie Mützen, Schnitzereien, Naturseifen, Misteln, Grußkarten, Schmuck, selbst Genähtes aus Stoff und Filz, Keramik, schönes aus Wolle, Töpferwaren, Seidenmalerei, Liköre, Salze, Kräuter, Honig und vieles mehr.

Darüber hinaus laden die vielen Nischen, Räume und Gebäude des 4-Seitenhofes alle Besucher jeden Alters zu einer spannenden Entdeckungsreise ein: In der Küche des Wohnhauses können insbesondere Kinder jew. zwischen 15:00 und 17:00 Uhr in der Weihnachtsbäckerei mit anpacken und – vom Herd in den Mund – die ofenfrischen Plätzchen vernaschen! Im Weinkeller werden an beiden Tagen ab 15:00 Uhr Geschichten vorgelesen. In der „Küferei“ präsentiert der Museumsverein das aktuelle Sortiment an Umstadt-Büchern, dabei sind u.a. der druckfrische Band 13 der Reihe „autmundisstat“ zur Stadtgeschichte und der neue Fotobildband der Stadt als ideales Weihnachtsgeschenk.

Um 16:30 Uhr singt am Samstag der GSL-Chor weihnachtliche Lieder, am Sonntag zur gleichen Zeit übernimmt der Ev. Posaunenchor das musikalische Programm, direkt danach kommt der Nikolaus mit seinem Engel und einem wirklich großen Sack voller Überraschungen zu den Kindern. Die feierliche Beleuchtung und Tannengrün sorgen rundum für vorweihnachtliche Stimmung.

Zum Aufwärmen gibt’s den obligaten Glühwein, heißen Sliwowitz und einen eigens komponierten Rieslingpunsch, Kinder bekommen vom Museumsverein selbst gemixten alkoholfreien Früchtepunsch. Bitte, wenn irgend möglich, eigene Mehrweg-/Thermobecher mitbringen! Fürs leibliche Wohl sorgen wie im Vorjahr die Spielvereinigung mit Bratwurst und Pommes, der Museumsverein mit seinem Adventscafé und Kuchentheke im Kuhstall, und manch andere Leckerei wird es auch bei den Ausstellern geben. Alles in allem gibt es 1001 Gründe, das 2. Adventswochenende jeweils zwischen 14:00 und 19:00 Uhr im Gruberhof zu genießen.

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt sehr herzlich zu ihrem nächsten Vortrag in den Gruberhof im Raibacher Tal 22 sehr herzlich ein. Walter Schütz wird am Dienstag, dem 12.11.2019, um 20 Uhr in seinem zweiten Vortrag zur „Geschichte der Landwirtschaft in Groß-Umstadt“ sprechen. Das Thema lautet: „Zweite Flurbereinigung in den 1960er Jahren – Aussiedlung schafft Platz für Stadtentwicklung“.

Ging es im ersten Teil um die Landwirtschaft ab dem Jahr 1900 und die erste große Feldbereinigung von 1922 bis 1927, die beginnende Industrialisierung und Technisierung, so behandelt Herr Schütz in seinem zweiten Beitrag:

  • Die Landwirtschaft vor und nach dem 2. Weltkrieg (1930 bis 1980)
  • Die 2. Flurbereinigung in den 1960er Jahren
  • Die Aussiedlung schafft Platz für die Stadtentwicklung

Auch diesmal präsentiert er aktuell recherchiertes Wissen und zeigt eine Vielzahl an Bildern, sehr gerne steht er anschließend noch für Fragen und Wortbeiträge zur Verfügung.

Ca. 50 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen. Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Am Dienstag, 15.10.2019 um 20:00 Uhr, hält Norbert Kottmann einen Lichtbildervortrag zu Geschichte und Gegenwart einer Schule im Wandel der Zeiten.

Der Vortrag wird eine anschauliche und kurzweilige Übersicht zur baulichen, inhaltlichen und personellen Entwicklung der hundertfünfzigjährigen Schulgeschichte des Max-Planck-Gymnasiums in Groß-Umstadt geben. Von den bescheidenen Anfängen als „Städtische Realschule“ im Jahr 1869 bis zum modern ausgestatteten Gymnasium mit über 1100 Schülerinnen und Schülern im Jahr 2019, wird der Vortrag die wechselvolle Schulgeschichte als ein Spiegelbild der lokalen und deutschen Geschichte präsentieren. Der Vortrag ist ein Teil des Jubiläumsprogramms des Max-Planck-Gymnasiums 2019 und Bestandteil der Vortragsreihe des „Umstädter Museums- und Geschichtsvereins e.V.“ im Museum Gruberhof. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein frühzeitiges Kommen wird wegen der begrenzten Zahl der Sitzplätze empfohlen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest am So. 06.10.2019 sind alle Freunde des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt, Raibacher Tal 22. Der Museums- und Geschichtsverein heißt insbesondere Familien mit Kindern herzlich willkommen. Das Programm beginnt um 11 Uhr, ab 13 Uhr gibt´s Live-Musik mit der Band „Nobby & The Bobcats“.

Trotz schwacher Obsternte wird ausreichend frischer Most feilgeboten, alle Kinder dürfen gerne und gratis vom frisch gepressten Apfelsaft probieren. Für sie gibt es außerdem ein Quiz rund um den Apfel und die bis 10-Jährigen sind eingeladen, in den Ausstellungsräumen mehrere „Musinchen“ zu suchen und die Stellen zu bewundern, an denen sich die typischen Museumsmäuse so gerne aufhalten. Von einer Museumsrallye lassen sich die älteren Kinder gerne anspornen, ganz bestimmte Ausstellungsobjekte aufzusuchen – zu zweit, zu dritt bestimmt eine tolle Tour durch die verwinkelten Ausstellungsräume, in denen es vieles zu entdecken gibt.

Im Mittelpunkt des Museums stehen auch für die Erwachsenen viele landwirtschaftliche Geräte, Werkstätten und das zeithistorische Museum. Selbstverständlich ist auch das bürgerliche Wohnhaus geöffnet. Geschulte Museumsführer stehen für Rundgänge und Fachgespräche gerne zur Verfügung.

Wie immer ist auch fürs leibliche Wohl bestens gesorgt: Das am Brauchtumswochenende Anfang September eingelegte Sauerkraut wird mit Kammrippchen zum deftigen Mittagessen gereicht, alternativ gibt es Grillbratwurst. Selbstverständlich erwartet alle Gäste wieder die beliebte Kuchenauswahl zum fair gehandelten Kaffee.

Ab 13 Uhr ist die Band „Nobby & The Bobcats“ mit Live-Musik zu Gast, sie präsentieren einen Mix aus Rock’n Roll, Boogie Woogie, Evergreens und Deutschem Schlager und sorgen für beste Unterhaltung. Eine Combo, die nicht alles so ernst nimmt und es versteht, das Publikum in die wilden 50er und 60er Jahre zu entführen.

Der Umstädter Museums- und Geschichtsvereins lädt für Sonntag, den 01.09., ab 11:00 Uhr wieder sehr herzlich zum Brauchtumstag ein. Wer ein wenig Alltag erleben möchte „wie´s früher war“, einen Blick in das überregional bedeutsame Museum werfen und die gemütliche Atmosphäre im Vierseitenhof genießen möchte, ist an diesem Tag im Gruberhof, Raibacher Tal 22, genau an der richtigen Adresse.

Ein historisch gewandetes Damenteam wird Wäsche waschen, wie es die Großeltern noch kannten. Dabei lassen sie sich gerne auf die Finger schauen bzw. tatkräftig helfen. Denn ein Waschtag war immer etwas Besonderes und mit viel Arbeit verbunden. Allerdings wuschen die Leute längst nicht so oft wie heute, Anfang des letzten Jahrhunderts zumeist nur alle 4 Wochen, bei vielen Kindern aber auch jede Woche. In großen Bottichen, Zubern und Trögen weichte man die Wäsche über Nacht ein. Besonders verschmutzte Stellen rieb die Hausfrau vorher noch mit Seife ein. In aller Frühe, oft schon um 4 Uhr, ging der eigentliche Waschtag los. Dabei halfen sich die Nachbarsfrauen oft gegenseitig. Mit Holz und Reisig machte man Feuer unter dem großen Waschkessel, als Waschmittel verwendete man Kern- und Schmierseife. Dann begann das Schrubben, Rubbeln, Stampfen, Spülen, Wringen, Trocknen, Bleichen und Plätten …

Traditionell wird auch wieder Weißkraut gehobelt und eingelegt, damit die Besucher des Kelterfestes im Oktober leckeres Sauerkraut kosten können. Passend dazu wird es eine Ausstellung zum Thema Vorratshaltung geben, denn alle Garten- und Feldfrüchte wurden verarbeitet und konserviert. Im Backhaus wird Brot und Blechkuchen gebacken, zum Einsatz kommt auch das alte Waffeleisen. Auf einem holzbefeuerten Küchenherd wird es mit viel Geschick gewendet, bis eine leckere Herzchenwaffel herauskommt. Ein großer Genuss für kleines Geld. An einem Kräuter- und Likörstand werden selbst hergestellte Leckereien feil geboten.

Interessierte Kinder können sich unter fachlicher Anleitung mit unterschiedlichen Gartenkräutern befassen und eine kleine Portion des selbst hergestellten Kräuter-Quarks mit nach Hause nehmen. Zwischendurch bleibt Gelegenheit für die Museumsrallye: Bis 10-Jährige dürfen in den Ausstellungsräumen mehrere „Musinchen“, typische Museumsmäuse, suchen und die älteren sind eingeladen, in den verschiedenen Abteilungen mit Hilfe eines Aufgabenblattes ausgewählte Objekte zu finden. Zu zweit, zu dritt bestimmt eine tolle Tour durch die verwinkelten Ausstellungsräume, in denen es vieles zu entdecken gilt. Aber auch die Erwachsenen sollten den ausführlichen Blick ins Museum nicht verpassen. Wertvolle Ausstellungsstücke und Einblicke in die Stadtgeschichte, die Handwerkerstuben, den Vorratskeller, die Gesindewohnung oder die landwirtschaftliche Ausstellung lohnen sich garantiert. Sehenswert sind auch die Abteilung „Jüdisches Leben“, das bürgerliche Wohnhaus und der Bauerngarten.

Selbstverständlich gibt es deftiges Essen, eine hausgemachte Gemüsesuppe, auf Wunsch ergänzt um eine Siedewurst oder auch die beliebte Brat- und Paprikawurst vom Grill. Am Nachmittag darf man sich auf einen fair gehandelten Kaffee und eine üppige Kuchentheke freuen. Selbstverständlich gibt es selbst gekelterten Apfelwein, Umstädter Wein und frisches Fassbier. Der Verein und die fleißigen Helferinnen und Helfer freuen sich auf Ihren Besuch mit der ganzen Familie! Wer mit dem Auto kommt, ist herzlich aufgefordert, über die Straße „Am Herrnberg“ auf der Rückseite des Museumsgeländes anzufahren, dort bietet der Sportplatz ganz viele Stellplätze direkt am Gruberhof und am Spielplatz der Freizeitanlage „Bleiche“.

Am 2. und 3. Septemberwochenende wird das Museum sonntags geschlossen bleiben, weil in Groß-Umstadt am 07.09. und 08.09. Bauernmarkt und vom 13.09. bis 16.09. Winzerfest gefeiert wird. Am 22.09. und 29.09. ist dann ab 13 Uhr wieder üblicher Sonntagsbetrieb und am 06.10. endet die aktuelle Saison mit dem beliebten Kelterfest.